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Vermeidbare Krankheiten kosten Millionen das Leben
Milliardenschäden für Volkswirtschaften
388 Millionen Menschen werden nach Einschätzung der
Weltgesundheitsorganisation WHO in den nächsten zehn Jahren an
nichtübertragbaren Krankheiten wie Krebs, Herzproblemen oder
Diabetes sterben. Fast jeder Zehnte könnte durch einfache
Gegenmassnahmen gerettet werden.
Zigarettenhändler in China - weniger Rauchen würde schon helfen.
Die oft vermeidbaren Krankheiten kosten die Volkswirtschaft der
einzelnen Staaten Milliarden: Allein für China belaufe sich der
geschätzte Schaden in den nächsten zehn Jahren auf 558
Milliarden Dollar, erklärte die WHO am Mittwoch in Genf.
Vermeidbare Epidemie
Die WHO will die Zahl der Todesfälle durch chronische
Krankheiten um zwei Prozent in den nächsten zehn Jahren senken.
Das würde 36 Millionen Personen das Leben retten, 28 Millionen
von ihnen in armen Ländern. Ein Koautor der WHO-Studie, Robert
Beaglehole, sprach von einer vermeidbaren Epidemie: «Wir wissen
was zu tun ist, wir wissen wie, die Vorbeugung ist sehr billig.»
So könnten 80 Prozent der Herzkrankheiten vermieden werden,
indem die Hauptursachen beseitigt würden: Ungesunde Ernährung,
mangelnde Bewegung und Rauchen.
Schäden gehen in dei Milliarden
Die WHO führte als Beispiel Polen an, wo die Sterblichkeit
junger Erwachsener in den 90er Jahren um ein Zehntel gesunken
sei, weil unter anderem Obst und Gemüse für alle erschwinglich
geworden sei.
Die volkswirtschaftlichen Schäden der nichtübertragbaren
Krankheiten bezifferte die Uno-Organisation für die nächsten 10
Jahre auf 303 Milliarden Dollar für Russland und 236 Milliarden
Dollar für Indien. |